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Mit etwas Dusel und drei schönen Toren – 3:1 im Spitzenspiel in Ammern

Es war alles angerichtet zum Kreisliga-Showdown auf dem Sportplatz in Ammern. Eine prächtige Kulisse von weit über 300 Zuschauern, zwei punktgleiche Mannschaften und gleich zu Beginn eine Pyro- und Raketenshow der heimischen Fans, es sollte ein heißer Nachmittag werden. Preußen fehlten mit Fritz und Zier zwei Aktivposten, dafür konnten „von oben“ Engel und Harbauer eingesetzt werden. Zu Beginn war die Nervosität in unserer Mannschaft förmlich spürbar, Ammern wollte sofort mit viel Körperlichkeit Preußen den Schneid abkaufen. Zwar hatte man durch Harbauer den ersten Abschluss, den Keeper Ladwig entschärfte, dann war aber Ammern am Zug. Immer wieder mit Flanken gefüttert, knallte per Kopf Hoffmann den Ball aus Nahdistanz an den Pfosten und als Hoffmann nur noch Matischok auf der Torlinie vor sich hatte und diesen anschoss, rauften sich die Einheimischen mehrfach die Haare. Da hatten unsere Jungs einige Male den Papst in der Tasche. Und es kam noch besser. Ein weiter Einwurf von Engel brachte Harbauer aus über zwanzig Metern in Schussposition und der 19-jährige schweißte das Ding mit Links unhaltbar für Ladwig in den linken oberen Torknick zum 0:1. Das tat unserer Mannschaft richtig gut, man hielt nun auch körperlich dagegen, insbesondere Matischok und Weyhe hatten in der Defensive alle Hände voll zu tun, lösten dies aber meist hervorragend. Als Wichmann dann ebenfalls aus zwei Metern eine weitere gute Flanke an den Pfosten nagelte, war eigentlich das Glück für unsere Mannschaft aufgebraucht. Sie spielte aber wieder nach vorn, Harbauer setzt sich durch, seine Hereingabe findet am langen Pfosten Koschke und der setzt den Ball entgegen der Laufrichtung des Torwarts in die Maschen zum 0:2 kurz vor dem Halbzeitpfiff. Der hatte gesessen, war doch der Spielverlauf bislang äußerst glücklich verlaufen. Doch gab es noch einen Aufreger. Matischok und Hoffmann im Zweikampf, Schiedsrichter Mayer lässt den Vorteil laufen und Gath rettet in höchster Not auf der Linie. Doch nun kam Assistent Feist ins Spiel und informierte den Schiedsrichter über das Vergehen von Matischok, welches er in den Strafraum verlegte. Aus Preußen-Sicht erstens kein Foulspiel und zweitens außerhalb des Sechzehners und drittens die Vorteilsauslegung. Vielleicht eine Konzession, als im Hinspiel den Ammerschen ein klarer Elfmeter verwehrt wurde. Sei es drum, Kapitän Aßmus verwandelte mit dem Halbzeitpfiff sicher zum Anschluss, was den Einheimischen neues Leben einhauchte.

Das war aber nicht mehr so zwingend, spulte man doch in Halbzeit Eins ein unglaubliches Tempo ab. Die Offensivaktionen verpufften häufig mit zu langen Bällen ins Aus, man war zwar spielbestimmend und Preußen beschränkte sich zunächst auf das Absichern des knappen Vorsprungs, doch es fehlen die klaren Chancen. Und Trainer Zollitsch brachte zu Beginn des zweiten Durchgangs mit Biniok und Bosch etwas mehr Körperlichkeit, die auch gefragt war gegen die robusten Gastgeber. Einmal kam man durch und der Ball kullerte entlang der Torlinie, irgendwie bekam man es mit vereinten Kräften geklärt. Die verzweifelten Flankenversuche waren eine sichere Beute von Gath oder den kopfballstarken Matischok, Weyhe und Bosch. Es war ein Abnutzungskampf und als Liedel einen Konter nach tollem Steckpass von Engel im Alleingang zum 1:3 verwandelte, war der Jubel unter den gut 80 mitgereisten Preußen-Anhängern riesengroß. Unsere Mannschaft stemmte sich weiterhin mit Leibeskräften gegen die anrennenden Gastgeber, im Mittelfeld fanden nun auch Oppel, Koschke und der eingewechselte Steinmetz immer besseren Zugriff. Liedel hatte noch einen tollen Abschluss, der vorbei ging, Harbauer knallte einen Ball aus 40 Metern aufs Tor, den Ladwig gerade so zur Ecke klären konnte. So vergingen auch fünf Nachspielminuten ohne große Abschlüsse der Gastgeber, Harbauer wurde zwar noch ein Elfmeter verweigert, als ihm im Sechzehner in die Haken getreten wurde, aber das war am Ende Nebensache, Schiedsrichter Mayer machte seine Sache in diesem nicht einfachen Spiel insgesamt recht ordentlich, sieht man einmal von dem Elfmeter für Ammern ab.

Unsere Mannschaft feierte natürlich diesen wichtigen Erfolg bei dem bis dato vor eigenem Publikum ungeschlagenem Gastgeber. Man braucht aber aber trotzdem mindestens 7 Punkte aus den letzten drei Spielen, um die Rückkehr in die Kreisoberliga zu erreichen. Somit endeten beide Spiele gegen Ammern mit einem 3:1-Sieg unserer Elf der jungen Wilden. In der nächsten Woche geht es zuhause gegen die in der Rückrunde wieder erstarkten Mannen aus Körner, eine weitere dicke Herausforderung.

Tore: 0:1 Harbauer (20.), 0:2 Koschke (43.), 1:2 Aßmus (45.+1), 1:3 Liedel (73.)

Zuschauer: 250

Preußen II: Gath, Matischok, Weyhe, Schuchmann (46. Biniok), Schmidt (71. Steinmetz), Schirrmeister (46. Bosch), Engel (84. Alsamak), Oppel, Koschke, Liedel, Harbauer (90.+4 Kar. Hölzel)