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Gerechter Ausgang – jeder Mannschaft gehörte eine Halbzeit – 2:2 gegen den SV Borsch

Zum Auftakt der Rückrunde führte uns der Weg in die Rhön, wo beim SV Borsch möglichst Revanche für die Hinspielniederlage genommen werden sollte. Trotz einiger Blessuren stand ein großer Kader zur Verfügung, so dass das Trainerteam verschiedene Optionen für die Aufstellung hatte. Der Rasenplatz in Borsch lag brach, stattdessen ging es auf die schmucke neue Kunstrasenanlage in Geisa, die zwar gut zu bespielen war, aber vom böigen Wind und dauerhaften Nieselregeln eingenommen wurde. Somit wurde das Spiel etwas für ganz hartgesottene Fußballfans, von denen 130 den Weg auf den Sportplatz fanden, davon gut 30 aus der Kur- und Rosenstadt. Und sie sahen ein rassiges Spiel, das nie langweilig wurde und von beiden Seiten belebt wurde. Während einer etwas wirren Anfangsphase, hatte Dietrich für unser Team den ersten Abschluss nach drei Minuten aus 20 Metern. Aus der gleichen Distanz zielte Weißenborn etwas später ebenfalls vorbei, doch der dritte Versuch aus dem Hinterhalt zappelte dann im Netz. Unsere Elf eroberte im Mittelkreis den Ball, über eine Kopfballstafette kam der Ball zu Schleip, der nicht lange fackelte und per Aufsetzer ins Glück traf. Und es kam noch besser. Nur zwei Minuten später kam ein Schack-Freistoß in den Strafraum, Dolzer war zur Stelle und es stand 2:0 für unsere Farben. Die Gastgeber waren gar nicht begeistert und verzettelten sich erstmal in Diskussionen mit Allen und Jedem. Unsere Jungs verwalteten den Vorsprung zunächst ohne Probleme und hätten ihn gern mit in die Kabine genommen. Doch daraus wurde leider nichts. Direkt vor der Halbzeitpause unterlief unserer Hintermannschaft an der Strafraumgrenze ein unnötiges Foul von Dolzer und Goeb verkürzte für Borsch vom Punkt auf 1:2. Dieser Treffer gab den Hausherren wie befürchtet Auftrieb und kurz nach Wiederanpfiff klingelte es erneut in unserem Kasten. Der weite Ball kam mit Windunterstützung von der linken Seite in die Mitte, ging über Patzer hinweg, der aber nicht die Finger dran bekam und wieder war Goeb mit dem 2:2 zur Stelle. Nun wurden die Karten neu gemischt und es ging quasi von vorne los. Beide Truppen spielten trotz der widrigen Verhältnisse sehr entschlossen, gingen rigoros in die Zweikämpfe und wirkten konzentriert in allen Mannschaftsteilen. Folglich ergaben sich wenige Tormöglichkeiten. Unsere Formation legte sich die Kugel fast selber rein, Patzer rettete aber zum Glück noch vor dem leeren Tor und hielt 20 Minuten vor dem Ende einen scharfen Fernschuss. Den Matchball für unsere Mannschaft vergab Schleip, der zu überrascht war, als ihm das Leder fünf Meter vor dem Tor vor die Füße fiel. Er zielte knapp vorbei und alle Preußen an der Seite konnten sich nur die Kapuze raufen. Eine Randnotiz ist noch zu bemerken: das respektlose Auftreten des Trainerduos der Gastgeber gegenüber dem Schiedsrichterteam und der Gästebank gipfelte in der Gelb-Roten Karte für Trainer Andreas Mannel. Quasi bei jeder Aktion wurde lamentiert, ein zweiter Ball während des laufenden Spiels absichtlich aufs Feld geworfen, es war einfach nur unsportlich. Der Unparteiische Metz hatte alle Hände voll zu tun, brachte aber mit einer sachlichen und ruhigen Leitung das Spiel souverän über die Bühne. Beide Mannschaften nahmen letztlich den Punkt mit. Es war sicherlich mehr drin, mit viel Pech und dem Wind als Gegner hätte aber durchaus noch der dritte Treffer für Borsch fallen können. Wir verbleiben stattdessen wie erhofft auf Platz 9 und haben noch einen Lichtblick für diesen trüben Regentag – alle drei Neuzugänge (Dietrich und Jordan von Beginn an, Kvietok als Einwechsler) fügten sich hervorragend ins Mannschaftsgefüge ein und wirkten, als ob sie schon länger im Team spielen. Im kommenden Heimspiel am Sonntag gegen Gera-Westvororte sind dann ganz klar drei Punkte als Ziel ausgegeben.

Tore: 0:1 Schleip (29.), 0:2 Dolzer (31.), 1:2 Goeb (45./Foulelfmeter), 2:2 Goeb (49.)

Zuschauer: 130

Preußen: Patzer, Noak, Dolzer, Meißner, Pawlak, Harbauer (68. Kvietok), Dietrich, Schack, Jordan (73. Rösener), Weißenborn (87. Fernschild), Schleip

weiter im Kader: Linz, Engel, Seifert, Johannes

Fotos: insuedthueringen.de