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Den Spitzenreiter am Haken und wieder losgelassen – 3:5 gegen Schott Jena

Wieder mal sahen die Zuschauer auf dem Kunstrasen ein wildes Spiel, bei welchem unsere Preußen zwischenzeitlich mit einem Punktgewinn gegen den Spitzenreiter aus Jena liebäugelten. Zu einfache Gegentreffer brachten aber dann doch die ärgerliche Niederlage im letzten Heimauftritt vor der Winterpause. Den besseren Start erwischten die Gäste, welche durch Goalgetter Walter frei vor dem Tor auftauchten, aber am ausgefahrenen Fuß von Patzer scheiterten. Anschließend konnten sich unsere Jungs nicht richtig befreien und urplötzlich zappelte der Ball im Preußennetz. Winkler hatte sich ein Herz gefasst und das Leder drehte sich von Patzer weg, der den Einschlag nicht verhindern konnte. Kurz danach kam erneut ein Geschoss aus gleicher Position auf unseren Kasten, strich aber haarscharf vorbei. Unser Team musste sich erstmal schütteln, denn eine derart schwere Anfangsphase war nicht unbedingt zu erwarten. Die erste Befreiung brachte dann ein Dolzer-Kopfball nach einem Freistoß von Weißenborn, welcher aber knapp am Winkel vorbei ging. Das wirkte wie ein Hallo wach, denn nun agierte unsere Elf spritziger und entschlossener. Die Belohnung war der Elfmeterpfiff nach Foul an Schleip, so dass dieser selbst vom Punkt antrat und flach rechts unten verwandelte. Leider hielt der Ausgleich nur wenige Sekunden und war direkt im Gegenangriff zu Nichte. Jena spielte es über rechts, die Flanke landete auf dem Kopf von Kirchev, der mit einer halben Bogenlampe die noch jubelnden Preußen überrumpelte. Und die Gäste blieben am Drücker. Wieder kam der Spitzenreiter über den rechten Flügel und von derselben Position wie zu vor sein Kollege war dieses mal Wellmann mit dem Fuß zur Stelle. Einfach unnötig und bitter, dass unsere Mannschaft innerhalb kurzer Zeit zweimal den gleichen Gegentreffer kassierte. Doch unsere Mannen steckten nicht auf und bissen sich in die Partie rein. Aliyev drang in den Strafraum ein, traf aus spitzem Winkel aber nur den Pfosten.

Ebenfalls am Aluminium landete Röseners Kopfball nach einem Eckstoß in der zweiten Halbzeit, bei dem viele den Torschrei schon auf den Lippen hatten. Etwas kurios fielen dennoch zunächst der Anschluss und sogar der Ausgleich. Aliyev zirkelte eine Ecke auf das Tor zu und Jenas Schlussmann Dzotsenidse boxte sich das Ding ziemlich ulkig ins eigene Netz, denn der Ball wäre vermutlich am langen Pfosten vorbeigegangen.  Das 3:3 fiel wiederum nach einer Ecke, die Schott nicht richtig geklärt bekam und stattdessen landete das Leder am Rücken von Aliyev. Von da sprang der Ball in Richtung Tor und neben dem Pfosten über die Linie, was den verdutzten Keeper nur noch zum Fluchen veranlasste. Unser Team nahm die beiden Geschenke natürlich dankend an und wollte nun mehr. Einen scharfen Kopfball von Dolzer holte Jenas Schlussmann jedoch von der Linie. Trotzdem machten unsere Mannen immer wieder die Räume eng und ließen den Saalestädtern kaum Luft zum Atmen. Mehrmals brannte es noch im Jenaer Strafraum, doch der vierte Treffer wollte unseren Preußen nicht gelingen. Allein Röseners Direktabnahme wäre ein Treffer wert gewesen, doch der Keeper holte das Ding aus der unteren Ecke. Stattdessen versuchten die Gäste nochmal ihr Glück in der Offensive und kamen tatsächlich zum Erfolg. Ein Diagonalball landete bei Joker Nieswandt, der einen Heber über Patzer ansetzte und damit das 3:4 markierte. Dies war natürlich absolut ärgerlich aus unserer Sicht, denn in der zweiten Halbzeit spielte unsere Mannschaft den leidenschaftlicheren Fußball und hätte das Unentschieden verdient gehabt. Aber so ist nun mal Fußball und zu allem Überfluss traf Nieswandt in der Nachspielzeit noch ein weiteres Mal zum 3:5 und damit zur Entscheidung. Trotzdem ein Kompliment an unsere Mannschaft, die dem Tabellenführer alles abverlangt hat. Dafür können wir uns zwar nichts kaufen, nehmen den Schwung aber mit in das abschließende Auswärtsspiel beim SV Blau-Weiß Bad Frankenhausen, welcher am Spieltag ebenfalls fünf Gegentreffer in Neustadt/Orla kassierte.

Tore: 0:1 Winkler (7.), 1:1 Schleip (Foulelfmeter/21.), 1:2 Kirchev (22.), 1:3 Wellmann (28.), 2:3 Aliyev (63.), 3:3 Aliyev (69.), 3:4 Nieswandt (82.), 3:5 Nieswandt (90.+2)

Zuschauer: 82

Preußen: Patzer, Linz (87. Schaffel), Meißner, Dolzer, Rösener, Pawlak (89. Seifert), Aliyev (71. Engel), Noak, Fischer (59. Harbauer), Weißenborn, Schleip
weiter im Kader: Gath