Die Serie hält. Auch im vierten Jahr in Folge gewann unsere Mannschaft ihr Heimspiel gegen Wacker Nordhausen und verbuchte damit den dritten Ligasieg in der noch jungen Saison. Vor über 500 friedlichen Fans wirkte unsere Elf insgesamt entschlossener und hatte insbesondere im ersten Durchgang mehr Spielanteile als die Wackeren, welche zwar mit ihren erfahrenen Kickern um Steinberg, Riemekasten und Jurascheck hin und wieder in den Vorwärtsgang kamen, aber im Gegensatz zu unserem Team keinen Knipser in ihren Reihen hatten. Beide Truppen wollten sich nach ihrem jeweiligen Pokalausscheiden erfolgreich zurückmelden, was unserer Elf deutlich besser gelang. Mit Abschlüssen von Schack, Linz, Dietrich und Noak sowie Röseners Eins-gegen-Eins-Duell mit Keeper Hoinkis näherte sich unser FSVP dem Torerfolg an, auch Weißenborns Kopfballaufsetzer wurde gefährlich. Nach einer halben Stunde waren beide Teams aufgetaut und das erste Tor des Abends lag in der Luft. Zunächst schlenzte Schleip das Leder hauchdünn um den Pfosten herum, dann feuerte Nordhausens Ludwig ebenso knapp vorbei. Ab und zu schlich sich der Schlendrian bei beiden Teams ein, der Ball wechselte oft den Besitzer, doch dann konnten unsere Preußen jubeln. Harbauer zog energisch auf den Strafraum zu und drosch den Ball in Richtung Tor. Hoinkis hatte zwar die Finger dran, konnte den Abschluss ans Kreuzeck aber nicht verhindern, so dass die Pille vor den Füßen von Schleip landete, der schneller als sein Bewacher reagierte und zum 1:0 einschob. Die Führung war verdient und kam bis zur Halbzeit nicht mehr in Gefahr.
Nach dem Seitenwechsel ging es gleich gut weiter und die Kombination vom ersten Tor des Tages klappte erneut. Harbauer hätte zwar selbst mit links abfeuern können, er legte aber flach auf den zweiten Pfosten, wo Schleip lauerte, der direkt trocken abzog. Aus spitzem Winkel wäre die Kugel womöglich nicht unbedingt rein gegangen, aber Hoinkis lenkte den Ball selbst über die Linie und unsere Mannen konnten zum zweiten Mal jubeln. Jetzt waren unsere Jungs in der komfortablen Situation, das Spiel zu kontrollieren und Wacker hatte wenig entgegenzusetzen. Teilweise konnte unser Schlussmann, der einen äußerst entspannten Abend erlebte, die Nordhäuser Abschlüsse mit dem Fuß stoppen. Nur bei einer Situation zehn Minuten vor Schluss hätte es nochmal brenzlig werden können. Ludwig bugsierte das Spielgerät ans Lattenkreuz, jedoch ertönte der Abseitspfiff und es fiel kein Anschlusstreffer, durch welchen es vielleicht noch etwas spannend hätte werden können. Zuvor hatte Dolzer bereits das dritte Preußentor erzielt, doch auch hier ging das Winkelement des Assistenten hoch. In Sachen Abseitsentscheidung hatten die beiden Linienrichter eine strenge Regelauslegung, kaum eine knappe Situation wurde laufen gelassen. Stattdessen zeigte der renommierte Schiedsrichter Falk eine ganz unaufgeregte Leistung, es gab wenige strittige Szenen zu bewerten und er verteilte nur eine gelbe Karte für den Gast kurz vor Beginn der Nachspielzeit. Am Ende feierte unser Team einen guten Auftritt gegen einen wenig durchschlagskräftigen Kontrahenten. Im nächsten Heimspiel am Freitag kommender Woche gegen den 1. FC Eichsfeld dürfte es weitaus schwieriger werden.
Tore: 1:0 Schleip (33.), 2:0 Schleip (49.)
Zuschauer: 510
Preußen: Patzer, Linz (85. Engel), Pietsch, Noak, Rösener, Fernschild (72. Dolzer), Dietrich (67. Pawlak), Schack (90. Bosch), Harbauer, Weißenborn (60. Zopf), Schleip
weiter im Kader: Gath, Aliyev