Der Pokalfluch seit dem Pokalfinale 2019 hält weiterhin an. Auch beim Landesklasse-Aufsteiger Herpfer SV ging für unsere Mannschaft im dortigen Waldstadion der Kelch des frühen Ausscheidens nicht vorüber. Dabei hatten Trainer und Verantwortliche im Vorfeld sehr deutlich vor den kampfstarken Gastgebern gewarnt, am Ende war es eine enttäuschende Vorstellung, bei der alles in einem typischen Pokalkampf Underdog gegen Favorit zusammen kam. Herpf von Beginn an defensiv kompakt, Preußen fehlten die Ideen, um sauber durchzuspielen. Als Schleip sich einmal im Strafraum durch setzte, landete der Abschluss am Pfosten (24.). Die Gastgeber hatten einen Abschluss in der ersten Hälfte, Lind knallte die Kugel über den Kasten (27.). Ansonsten viel weißer Ballbesitz ohne Gefahr.
Hälfte Zwei begann mit einem Paukenschlag. Einen langen Ball in den Sechzehner der Gastgeber kann Göhring nahezu unbedrängt einnetzen zur Führung für Herpf. Das spielte den Gastgebern in die Karten. Im Gegenzug zweimal die Riesenchance durch Zopf und Rösener zum Ausgleich, doch sie scheitern irgendwie an allem was auf der Torlinie stand. Auch Schleip sein Abschluss ging vorbei. Die Konter der Einheimischen waren zunehmend gefährlicher, erst Fuchs, dann Safradin hätten den Sack zumachen können. Herpf steigerte sich immer mehr ins Spiel, unsere Mannschaft verzweifelte zunehmend an sich selbst. Mit dem 2:0 durch Fuchs zehn Minuten vor dem Ende war die Messe gelesen. Auch die anschließenden Tumulte auf dem Platz mit wilden Schubsereien schadeten eher unserem Team. Mit einfachen Mitteln konnten die Herpfer den Vorsprung verteidigen. Eine weitere Enttäuschung in Sachen Pokal gilt es zu verarbeiten. Das in so einem Spiel auch der Unparteiische seinen Beitrag „lieferte“ sei dahingestellt und auch nicht ursächlich für die eigene Leistung. Es war trotz allem ein schwacher Auftritt von Andre Blank, der insbesondere Safradin Narrenfreiheit gab. Ob grätschen in den Mann, Ball wegschießen oder einfach mal die Kugel im Spiel fangen, er bemühte sich sehr um den Gelben Karton, er ließ ihn aber immer wieder gewähren. Als er dann noch eine Tätlichkeit an Zopf beging, bekam er die längst überfällige Verwarnung, sein Aktiv sein hätte jedoch spätestens nach einer Stunde beendet sein müssen. Sei es drum, auch das gehört zur Geschichte eines Pokalspiels, welches die Gastgeber im Endeffekt nicht unverdient gewannen, unsere Mannschaft war einfach nicht bereit, den erwartbaren Kampf im Waldstadion anzunehmen.
Tore: 1:0 Göhring (49.), 2:0 Fuchs (81.)
Zuschauer: 220
Preußen: Patzer, Engel (73. Aliyev), Rösener, Pietsch, Noak, Linz (65. Harbauer), Dietrich (86. Eichentopf), Schack, Weißenborn, Zopf (86. Seifert), Schleip