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Drei Punkte mit langer Anlaufzeit – 2:0 gegen den Suhler SV

Die ersten drei Punkte der neuen Saison sind im Sack. Trotz einer erneut eklatanten Chancenverwertung und teilweise eher schleppendem Spielaufbau rang unsere Elf mit viel Willenskraft den Aufsteiger aus Suhl mit 2:0 nieder. Erst in der Schlussphase kam nach einem Standard der Brustlöser und in der Nachspielzeit die endgültige Erlösung.

Zu Beginn spielte sich unser Team zahlreiche Abschlüsse heraus, die aber alle nicht zum Erfolg führten. Schleip, Fernschild, Schack und Zopf scheiterten gleich mehrfach aus guten Positionen. Es hätte gut und gerne nach 20 Minuten bereits 5:1 stehen können. Denn auch die Gäste hatten durch Alshuweesheen einen aussichtsreichen Torschuss, der aber zu zentral auf das Tor abgefeuert wurde. Dann spitzelte Noak den Ball am Suhler Schlussmann vorbei. Die Kugel trudelte auf das leere Tor zu, landete aber leider nur am Pfosten. Die Gäste spielten hingegen hin und wieder ganz gefällig mit und versteckten sich als Liganeuling nicht.

Allerdings mussten sie bereits in der ersten Halbzeit doppelt wechseln, gute Besserung an die beiden Akteure an dieser Stelle. Das einzige, was den Südthüringern fehlte, war ein Stoßstürmer, denn in der Offensive fehlte beim Gast irgendwie die Durchschlagskraft. Dennoch wäre ihnen kurz vor der Halbzeitpause beinahe die Führung gelungen. Brumme zog aus der Drehung scharf ab. Doch Patzer tauchte zum Ball und hechtete gedankenschnell zu dem Geschoss, welches er mit einer starken Parade entschärfen konnte. Ein Rückstand wäre aufgrund des Chancenverhältnisses natürlich ein Treppenwitz gewesen.

Unsere Jungs hatten in der Kabine einiges zu besprechen. Obwohl unser Team deutliches Oberwasser im Spiel hatte, klappte bei weitem nicht alles und unsere Elf musste sich etwas einfallen lassen, um die erwünschten drei Punkte einzufahren. Es entwickelte sich zu einem harten Stück Arbeit, denn Suhl spielte weiterhin diszipliniert und bei knapp 30 Grad schwanden mehr und mehr die Kräfte. Letzten Endes wurde es eine Frage des Willens.

Unser Team holte die letzten Kraftreserven raus, konnte adäquat wechseln und schickte mehrfach Schleip steil in die Spitze. Die Suhler Abwehr und ihr Rückhalt konnten den Einschlag zunächst noch verhindern. Nach einem Eckball durfte unsere Mannschaft dann endlich jubeln. Schleipi donnerte das Leder mit Wut im Bauch in die Maschen, die eigene Führung war überaus wichtig. Es hätte nämlich ganz anders aussehen können, als Patzer den Ball in die Füße von Abushrmet spielte, welcher aus knapp 40 Metern abzog und unseren Keeper beinahe aus der Distanz überwinden konnte. Aber ein erneutes Fernschussgegentor wie vorige Woche wollte unsere Nummer Eins unbedingt verhindern, was ihm mit ausgestreckten Krallen gerade so gelang.

Jedenfalls legte sich nun die Anspannung bei unserer Truppe, aber im Ziel waren unsere Mannen noch lange nicht. Suhl brachte fünf Eckstöße in Folge in unseren Strafraum. Auch wenn nicht die große Möglichkeit dabei war, hatte unsere Abwehr mit vereinten Kräften mächtig zu tun, den Ausgleich zu verhindern. Bis in die Nachspielzeit hinein blieben die Gäste gefährlich, für unsere Farben hätte Weißenborn die Entscheidung erzielen können. Diese besorgte schließlich mit der letzten Aktion Schack, welcher den Ball von Schleip serviert bekam und den Konter entschlossen abschließen konnte. Bei unserem Trainerteam purzelten einige Steine vom Herzen, denn wichtig war zunächst einmal der Heimsieg und die drei Punkte. In den kommenden beiden Auswärtsspielen in Geratal und in Herpf ist aber auf jeden Fall mehr Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor gefragt.

Tore: 1:0 Schleip (77.), 2:0 Schack (90.+5)

Zuschauer: 200

Preußen: Patzer, Linz, Dolzer, Johannes, Pietsch (90.+1 Engel), Fernschild (72. Pawlak), Noak (62. Harbauer), Schack, Dietrich (67. Rösener), Zopf (62. Weißenborn), Schleip
weiter im Kader: Schott, Aliyev