Wie schon im Hinspiel im November, schenkte uns der Tabellenführer beim letzten Auswärtsspiel der Saison in Jena fünf Gegentore ein. Der zwischenzeitliche Ausgleich zum 2:2 war leider schon vor der Pause verflogen, nach dem Seitenwechsel konnte unsere Elf dem spielstarken Staffelsieger nichts mehr entgegen setzen. Zunächst ohne 29-Tore-Mann Walter angetreten, spielten die Hausherren trotzdem gleich auf Offensive und kamen zu einem Pfostenschuss. Wenig später schlug der Ball im Tor von Jannik Welker ein, der zu seinem Thüringenliga-Debüt kam. Ein Jenaer Angriff über rechts wurde in der Mitte ungenügend geklärt und Klauser sagte Danke. Dennoch versteckte sich unsere Mannschaft nicht und hatte durch Fernschüsse von Weißenborn über das Tor und Linz an die Torlatte gute Möglichkeiten. Auch die Direktabnahme von Dolzer nach einer Ecke führte nicht zum Erfolg. Stattdessen klingelte es hinten erneut. Jena brachte einen Abstoß gedankenschnell in den Angriff und Schotts Engel zog in die lange Ecke zum 2:0 ab. Doch unsere Jungs gaben nicht auf und spielten weiter nach vorn. Mit der altbewährten Methode eines Freistoßes von Schack auf den Kopf von Dolzer konnte der Anschluss erzielt werden, dann wurde Weißenborn von Jenas Schlussmann umgesenst und den fälligen Strafstoß verwandelte Meißner souverän. Ein Unentschieden zur Pause wäre nicht schlecht gewesen, doch der Gastgeber zog das Tempo nochmal an und traf kurz vor dem Halbzeitpfiff zum 3:2.
Unsere Truppe nahm sich natürlich vor, doch noch einen Punkt zu erobern. Der Staffelsieger hatte bei seiner Meisterfeier aber etwas dagegen und ließ unseren Mannen im zweiten Abschnitt kaum eine Chance. Mit zwei Eckbällen schraubten die Glaswerker das Ergebnis auf 5:2, wenigstens konnte unsere Defensive in den letzten 25 Minuten ein weiteres Gegentor verhindern, nach vorn kam unser Angriff aber nicht mehr gefährlich vor das Tor. Somit fuhr das stärkste Team der Liga einen verdienten Sieg ein und jubelte entsprechend ausgelassen mit der Meisterschale, wobei unsere Preußen nur anerkennungsvoll zuschauen konnten und einen Blumenstrauß zur Gratulation überreichten. Wenigstens stimmte die Moral in unserem Team, über weite Strecken hielt unsere Elf gut dagegen, die Gegentore waren teilweise unglücklich. Alle Jahre wieder hieß es am Ende noch für Pascal Steinmetz, der mal wieder aushelfen durfte und seine Bilanz auf 403 Spiele in der Ersten ausbaute. Auf jeden Fall wird unsere Formation am Ende der Saison einen einstelligen Tabellenplatz belegen, ob es noch zum Sprung auf Rang 8 und damit in die erste Tabellenhälfte reicht, werden wir am letzten Spieltag erleben. Dafür müsste auf jeden Fall ein Sieg im Heimspiel gegen den Siebtplatzierten aus Bad Frankenhausen her, gleichzeitig müsste Schleiz gegen den Sechsten von der Fahner Höhe zu Hause verlieren.
Tore: 1:0 Klauser (7.), 2:0 Engel (13.), 2:1 Dolzer (23.), 2:2 Meißner (44./Foulstrafstoß), 3:2 Klauser (45.), 4:2 Bobkiewicz (50.), 5:2 Damian (66.)
Zuschauer: 98
Preußen: Welker, Meißner, Dolzer, Johannes (68. Engel), Linz, Dietrich (86. Steinmetz), Schack, Noak, Rösener (60. Harbauer), Weißenborn (87. Hölzel), Schleip (74. Aliyev)
weiter im Kader: Harnisch