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Brutal ärgerlich, aber ein Punkt an den Saalewiesen ist auch ok – 3:3 in Saalfeld

Wie im Vorfeld erhofft, bleibt unser Team mit dem Unentschieden in Saalfeld vor den Gastgebern in der Tabelle. Und das Gastgeber wollte mit etwas undurchsichtigen Mitteln zum Erfolg kommen, stand doch unserer Mannschaft bis 15 Minuten vor Spielbeginn keine Möglichkeit des Warmmachens zur Verfügung, während der Gastgeber bereits im Wettkampfmodus war und die Saalfelder auf den Anpfiff drängten. Hierfür hatte jedoch auch Schiedsrichter Runknagel kein Verständnis und pfiff das Spiel eine Viertelstunde später an.

Nach zwei Führungen trauerten unsere Jungs aber zwei Punkten hinterher, dennoch war es ein sehenswertes und intensives Fußballspiel, welches beiden Formationen alles abverlangte. Bereits nach wenigen Minuten geriet unsere Elf ins Hintertreffen. Der Ball kam über Saalfelds linke Seite in unseren Strafraum, der Stürmer Hook wurde zu schwach abgeschirmt und war letztlich nur noch elfmeterreif durch Meißner zu stoppen. Kapitän Kleyla schoss flach links zur frühen Führung der Hausherren ein. Doch das schockte unsere Mannen überhaupt nicht. Ging ein Dolzer-Kopfball zunächst noch drüber, landete ein zweiter Versuch von ihm wenig später im Winkel und unsere Jungs jubelten über den wichtigen Ausgleich. Dann musste sich Patzer strecken und holte einen Schuss aus dem Winkel, ehe unsere Offensive eine Dreifachchance verbuchen konnte, doch wurden die Abschlüsse aus aussichtsreicher Position jeweils geblockt. Aber da gibt es ja noch Maxim Dolzer, der ganz klassisch nach Schack-Freistoß erneut die Rübe zur Stelle hatte und das 2:1 für unsere Farben besorgte. Das wiederum hemmte die Saalestädter nicht, denn sie antworteten postwendend nach einer Ecke mit dem Ausgleich. Das verlief maximal unglücklich, denn unsere Abwehr hatte die erste Hereingabe eigentlich schon geklärt, doch Schiedsrichter Runknagel hatte sich zu langsam in die Mitte bequemt und drehte sich erst um, als der Ball schon aus der Gefahrenzone flog. Also wurde der Eckstoß wiederholt und landete im Fünfmeterraum direkt vor den Füßen von Tzanev, der aus Nahdistanz keine Mühe zum 2:2 hatte. Sehr ärgerlich, aber nicht zu ändern. Dafür hatte Schleip noch einen Hochkaräter, sein Flachschuss wurde von der Linie gegrätscht. Ansonsten gab es viele intensive Zweikämpfe, doch es blieb fair und der Unparteiische nahm immer wieder die Hektik raus.

Nach der Pause wollten beide Formationen auf Sieg spielen. Das gelang unserer Mannschaft erstmal besser, denn in Folge einer Ecke kam der zweite Ball butterweich von Schack auf den zweiten Pfosten. Und wer stand da relativ ungedeckt? Natürlich Dolzer, der dieses Mal den rechten Fuß nutzte und das Leder volley in der langen Ecke des Gehäuses versenkte. Da konnte der verdutzte Bierbaum im Saalfelder Tor nur hinterher schauen, während „Dolle“ seinen dritten Treffer im Spiel bejubelte. Darauf hatte die Heimelf erstmal keine Antwort, wohingegen unsere Preußen natürlich gern das vierte Tor erzielt hätten. Doch die Saalfelder Abwehr stand gut und vereitelte alle Vorstöße unserer Angriffsreihe. Und so kam es wie es kommen musste. Saalfeld warf mit dem Mut der Verzweiflung nochmal alles nach vorne und eine Flanke landete beim gerade eingewechselten Kiriienko, der aus zentraler Position im Strafraum mit einem Drehschuss das 3:3 markierte. Am Ende etwas schade für unser Team, denn ein Sieg war durchaus möglich. So tritt man im Mittelfeld etwas auf der Stelle und kommt irgendwie nicht vorwärts, aber Weida scheint momentan schlagbar und vielleicht gelingt nächste Woche ein Heimsieg.

Tore: 1:0 Kleyla (3./Foulelfmeter), 1:1 Dolzer (11.), 1:2 Dolzer (15.), 2:2 Tzanev (23.), 2:3 Dolzer (55.), 3:3 Kiriienko (88.)

Zuschauer: 136

Preußen: Patzer, Linz, Dolzer, Meißner, Noak, Aliyev (60. Jordan), Dietrich (67. Pawlak), Fernschild (85. Engel), Schack, Rösener (88. Harbauer), Schleip
weiter im Kader: Gath, Seifert, Johannes